Vielleicht etwas spät, aber hier meine Gedanken dazu.
Ich habe festgestellt, dass es problematisch ist, Buchungen auszuwerten, wenn sie z.B. in gesplitteten Buchungen vorliegen. Zumindest war das mit der KMyMoney-Version 5.1.3 so.
Dies ist mir bei Kapitalerträgen mit Teilfreistellungen aufgefallen. Um auswerten zu können, ob Kapitalerträge z.B. unter die 30%-Teilfreistellung fallen, habe ich mir mehrere Einnahme-Kategorien angelegt:
- Ertragsausschüttung
- unterliegt zu 100% Kapitalertragsteuer
- Ertragsausschüttung 15%
- 15% der Ertragsausschüttung sind steuerfrei
- Ertragsausschüttung 30%
- 30% der Ertragsausschüttung sind steuerfrei
- Ertragsausschüttung 60%
- 60% der Ertragsausschüttung sind steuerfrei
- Ertragsausschüttung 80%
- 80% der Ertragsausschüttung sind steuerfrei
Zudem habe ich zu meinem Depot ein Verrechnungskonto zugeordnet, über welchem alle Buchungen laufen.
Beispiel:
Eine Ertragsausschüttung zu einem Investmentfond mit 30% Teilfreistellung wird folgendermassen im Depot gebucht:
- Depot-Buchung 1
- Aktivität: Dividende
- Konto: Depot-Verrechnungskonto
- Zinsen: Kategorie “Ertragssausschüttung 30%”
- Wert der Ertragsausschüttung, welcher keiner Kapitalertragssteuer unterliegt
- Depot-Buchung 2
- Aktivität: Dividende
- Konto: Depot-Verrechnungskonto
- Zinsen: Kategorie “Ertragssausschüttung”
- Wert der Ertragsausschüttung, welcher der Kapitalertragssteuer unterliegt
Im zugeordneten Depot-Verrechnungskonto lege ich dann eine Buchung mit den gezahlten Steuern mit dem Empfänger “Finanzamt” an
- Verrechnungs-Buchung Empfänger “Finanzamt”
- Split-Buchung 1
- Kategorie: Kapitalertragsteuer
- Split-Buchung 2
- Kategorie: Solidaritätszuschlag
- Split-Buchung 3 (falls relevant)
In KMyMoney habe ich bislang noch keine Möglichkeit gesehen, eine Steuerbuchung wie z.B. eine gezahlte Vorabpauschale direkt auf eine Investition zu buchen. Aber auch dort habe ich die Vorgehensweise mit einer Buchung im Depot-Verrechnungskonto ans Finanzamt mit der Kategorie “Vorabpauschale” gemacht.
In der Buchung müsstest Du dann entweder im Buchungstext oder als Tag den Investmentfond aufnehmen, um diese Information dann im Bericht auszuwerten.
Sollte eine Vorabpauschale z.B. durch den Verkauf von Wertpapieren gezahlt werden, so wäre es eventuell etwas einfacher, da dort eine Verkaufsbuchung angelegt werden müsste.
Trotzdem würde ich bei mir aber immer noch das Verrechnungskonto mit entsprechenden Steuerbuchungen zwischenschalten.
Eine Auswertung des Erfolgs oder Misserfolgs von Wertpapieren in KMyMoney finde ich persönlich etwas schwierig. Dafür pflege ich inzwischen solche Daten parallel auch in Portfolio Performance. Aber z.B. die Auswertung von Kapitalerträgen mit unterschiedlichen Teilfreistellungen brauchte ich für meine Mutter und dies funktioniert mit dem oben beschriebenen Vorgehen recht gut.